Rezension: Buchland ~ Markus Walther

Rezension: Buchland ~ Markus Walther

2016-28-7--19-58-43

Verlag: ACABUS Verlag

ISBN: 3862821862

Seiten: 236

Preis: 12,90 €

 

 

 

Cover:

Das Cover von „Buchland“ begeistert mich total! Es ist so wunderschön und versteckt so viele kleine Details. Grundsätzlich sieht man eine Frau – Beatrice? – in der unteren Mitte des Covers stehen. Außen um sie herum ist Wasser, vielleicht ein Meer, in dem sich Fische, ein Wal, die Nautilus, ein Kraken, ein geflügeltes Pferd und eine Art Phoenix tümmeln. Oben im Bild ist sowas wie ein Streifenhörnchen, das einen Kopfsprung ins Wasser zu machen scheint. Der Titel ist in einer kunstvollen Schrift geschrieben, was mir sehr gut gefällt.

Was ich auch noch anmerken möchte ist, dass das komplette Cover hinten und vorne gestaltet wurde, als ob jemand es angefackelt hätte. Aber sowas macht man mit Büchern doch nicht, oder?

 

Inhalt:

Dieses Antiquariat ist nicht wie andere Buchläden! Das muss auch die arbeitslose Buchhändlerin Beatrice feststellen, als sie notgedrungen die Stelle im staubigen Antiquariat des ebenso verstaubt wirkenden Herrn Plana annimmt. Schnell merkt sie allerdings, dass so manches nicht mit rechten Dingen zugeht: Wer verbirgt sich hinter den so antiquiert wirkenden Stammkunden „Eddie“ und „Wolfgang“? Und welche Rolle spielt Herr Plana selbst, dessen Beziehung zu seinen Büchern scheinbar jede epische Distanz überwindet? Doch noch ehe Beatrice all diese Geheimnisse lüften kann, gerät ihr Mann Ingo in große Gefahr. Beatrice setzt alles daran, ihn zu retten. Zusammen mit Herrn Plana begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch das mysteriöse Buchland. Und schon bald steht fest: Es geht um viel mehr, als bloß darum, Ingo zu retten. Vielmehr gilt es, die Literatur selbst vor ihrem Untergang zu bewahren!

 

Meine Meinung:

Zu den Charakteren.

Herr Plana hat auf mich den Eindruck eines alten, weisen Mannes gemacht. Im Laufe des Buches opfert er immer mehr für Beatrice auf. Er scheint immer mehr für „seine Bea“ zu empfinden, sodass es mir fast so vorkommt, als ob sie ihm wichtiger wäre als alles andere. Ich mochte an ihm, dass er auch mal Schwäche zeigt. Beispielsweise bei seinen Begegnungen mit dem Tod oder bei einem seiner regelmäßigen Schwächeanfälle. Er hat einen freundlichen, liebenswerten Charakter, den man eigentlich nur mögen kann.

Beatrice war mir anfangs ein bisschen fremd. Ich konnte nicht viel mit ihr anfangen. Zum Ende hin wurde sie mir immer sympathischer, wobei ich oft ihre Leichtigkeit, mit der sie seltsame Ereignisse im Buchland hinnimmt, nicht nachvollziehen konnte. Wenn sich unter mir der Fliesenboden in Gras verwandeln würde, wäre ich beispielsweise ziemlich verwirrt. Ein trauriger Vorfall in ihrer Vergangenheit hat ihren Mann zerstört, weshalb sie nun allein den Haushalt schmeißen muss. Gleichzeitig muss sie sich um ihren Mann kümmern und Geld für beide verdienen. Sie hat einen starken Charakter, bei dem man aber merkt, dass sie zu wenig Selbstbewusstsein hat und mehr auf ihre Stärken vertrauen sollte.

 

Besonderheiten an dem Buch sind kleine Ausschmückungen auf ein paar Seiten und eine Art kleines Lexikon am Ende des Buches. In der ganzen Geschichte verteilt sind Wörter schnörklig geschrieben. Diese Wörter kann man dann hinten nachschlagen und erhält dort eine Erklärung für das Wort. Die Erklärungen sind erfrischend mit Witz geschrieben, sodass man bei der Ein oder Anderen auch mal schmunzeln muss.

Immer wieder (sogar sehr oft) werden Andeutungen auf andere Bücher oder Autoren gemacht und es tauchen einige Zitate auf. Sowas liebe ich ja total! Aber nur wenn ich die Leute und Geschichten kenne, über die Andeutungen gemacht werden. So wird zum Beispiel auch über Stephen King, die Hobbits und andere aktuelle Themen gesprochen und nicht nur über Autoren anderer Jahrhunderte.

 

Spannung war mir in diesem Buch leider ein bisschen zu wenig vertreten (wahrscheinlich bin ich einfach schon so an meine ganzen Thriller gewöhnt), trotzdem plätscherte der Text stätig vor meinem inneren Auge vorbei und es machte Spaß Beatrice und Herr Plana auf ihrer gemeinsamen Reise zu begleiten.

Was mich ein wenig am Lesen hinderte, waren die langen Beschreibungen, die meiner Meinung nach zu viele Adjektive enthielten. Dadurch bekam man zwar eine sehr detailreiche Vorstellung, hatte jedoch auch das Gefühl, als ob die Geschichte hin und wieder hängengeblieben ist.

 

Das ganze Buch ist aus der Sicht von Herr Plana geschrieben, was Einblicke in seine Denkweise gibt.

Hin und wieder ist aus der Sicht von Beatrice oder Ingo geschrieben. Das passiert, wenn die Bücher Herrn Plana erzählen, was gerade bei den beiden passiert. Ja, ich meine schon: wenn die Bücher es erzählen, denn Bücher können reden! Sie wispern zwar nur, aber das ist doch auch schon ein Anfang! Wenn meine Bücher mit mir sprechen würden, was würden sie mir wohl erzählen? Ich will gar nicht wissen, was mir die Bücher mit gebrochenem Buchrücken oder Eselsohren zu sagen hätten!

 

Fazit:

Ich empfehle das Buch jedem, der Lust auf ein Buch hat, in dem es um die magische Welt der Bücher geht! Wegen fehlender Spannung ziehe ich leider ein Herz ab, und vergebe deshalb vier Herzen!

Transparentalles1Transparentalles1Transparentalles1Transparentalles1


Info am Rande:

Ich habe das Buch signiert bekommen! Ich freue mich riesig darüber, ein signiertes Exemplar von „Buchland“ in mein Bücherregal stellen zu dürfen und sage Dankeschön an Markus Walther! Also: Danke!

2016-23-8--16-06-14

 

 

 

Advertisements

2 Gedanken zu “Rezension: Buchland ~ Markus Walther

Hinterlasse mir doch einfach einen Kommentar! Ich freue mich über Feedback!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s