Rezension: Lady Midnight ~ Cassandra Clare (Lange Version mit Spoilern)

Rezension: Lady Midnight ~ Cassandra Clare (Lange Version mit Spoilern)

 

Lady Midnight von Cassandra Clare

Verlag: Goldmann

ISBN: 978-3-442-31422-5

Seiten: 832

Preis: 19,99€

Diese Rezension enthält Spoiler!

Die spoilerfreie Rezension gibt es >hier<

 

Cover:

Das Cover finde ich absolut wunderschön! Ich denke, dass das Mädchen auf dem Cover Emma sein soll, wie sie fast ertrinkt, und dass das Schwert neben ihr Cortana darstellt. Das Äußere des Buches passt, trotz dem abweichenden Muster, gut zu den Chroniken der Unterwelt, den Chroniken des Magnus Bane und den Chroniken der Schattenjäger. Mein Vater meinte, als er das Cover gesehen hat, „ob das ein Engel ist, der in den Himmel gesaugt wird?„. Tja… 😉

 

Inhalt:

Niemals wird sie den Tag vergessen, an dem ihre Eltern starben. Die 17-jährige Emma Carstairs war noch ein Kind, als sie damals ermordet wurden, und es herrschte Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften bis aufs Blut gegeneinander, und die Schattenjäger, die Erzfeinde der Dämonen, wurden fast völlig ausgelöscht. Aber Emma glaubt bis heute nicht, dass ihre Eltern Opfer dieses dunklen Krieges wurden, sondern dass sie aus einem anderen rätselhaften Grund sterben mussten. Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, und Emma hat Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Eine mysteriöse Mordserie sorgt für große Unruhe in der Unterwelt. Immer wieder werden Leichen gefunden, übersät mit alten Schriftzeichen, ähnliche Zeichen wie sie auch auf den Körpern von Emmas Eltern entdeckt worden waren. Emma muss dieser Spur nachgehen, selbst wenn sie dafür ihren engsten Vertrauten und Seelenverwandten Julian Blackthorn in große Gefahr bringt …

 

Meine Meinung:

Oh. Mein. Gott!“,   oder besser: „Beim Erzengel!“

Dieses Buch hat mich emotional zerstört. Zerschmettert. Mit tausenden von überraschenden Wendungen auf den Grund des Wahnsinns getrieben.

Okay, Schluss mit der Dramatik. Um es einfach auszudrücken: Das Buch war großartig.

Ich möchte vor der richtigen Rezension noch darauf hinweisen, dass hier auch Spoiler für die Chroniken der Unterwelt und vielleicht auch Spoiler für die Chroniken der Schattenjäger enthalten sind. Also nicht weiterlesen, wenn du diese Bücher nicht gelesen hast! Ich empfehle jedenfalls, „Lady Midnight“ erst nach den anderen Büchern zu lesen.

 

Kommen wir zu den Charakteren:

Erst einmal gibt es Emma Carstairs, eine Schattenjägerin, die sich in jede Gefahr ohne Rückendeckung hineinstürzen muss. Das wiederum sehr zum Bedauern von Julian, ihrem Parabatai. Zu ihm komme ich aber später noch. Emma hat mit 12 Jahren, während des dunklen Krieges (Mehr dazu in den Chroniken der Unterwelt), ihre Eltern verloren. Der Rat, das ist die Regierung der Schattenjäger, tut dies als einen Folgemord des Krieges ab, der von Sebastian (Das ist der Böse in den Chroniken der Unterwelt) angezettelt wurde. Emma ist anderer Meinung und stellt seit dem Tod ihrer Eltern Nachforschungen an, um den wahren Mörder zu finden und ihre Eltern zu rächen. Trotz ihrer Leichtsinnigkeit vergleichen sie viele mit Jace und halten sie für eine der besten Schattenjäger ihrer Generation.

Dann wäre da noch Julian Blackthorn, der Parabatai von Emma. Er ist ein Künstler und scheinbar immer beherrscht. Auch er hat im dunklen Krieg seine Eltern verloren. Seinen Vater musste er sogar selbst töten. Da seine älteren Geschwister, Helen und Mark, verbannt oder zur Wilden Jagd geschickt wurden, musste er mit 12 Jahren die Rolle eines Elternteils übernehmen und seine restlichen vier Geschwister großziehen. Dadurch war er gezwungen aufzuhören der große Bruder zu sein, und anzufangen der Vater zu werden, der nicht immer nur freundlich zu den Kleinen sein darf. Außerdem erfährt man, dass er dazu die Leitung des Instituts übernommen hatte, was wiederum noch eine schwere Last auf seinen Schultern ist, die er mit sich herumtragen muss. Das hat ihn zu einem verantwortungsbewussten Erwachsenen gemacht, anstatt zu einem normalen 17-Jährigen, der nur Spaß haben will.

Julian hat sechs Geschwister: Helen, Mark, Dru, Ty, Livvy und Tavvy. Helen wurde wegen ihrer Mutter, die ein Feenwesen war, auf eine weit entfernte Insel verbannt. Mark wurde zur Wilden Jagd geholt. Das sind Feenwesen, die bestraft werden müssen und deshalb die Aufgabe bekommen, durch die Wolken zu reiten und die Toten einzusammeln. Die anderen vier sind jünger als Mark. Dru ist ein bisschen rundlicher und ist sehr klug. Ty ist der einzige der Familie – ausgenommen Mark und Helen, denn die haben ja auch Vorfahren bei den Feenwesen -, der nicht die typischen Blackthorn-Merkmale aufweist. Er hat sehr dunkles Haar und ist allgemein ein bisschen düsterer und in sich gekehrt. Er sieht anderen nicht gerne in die Augen und verhält sich auch sonst nicht wie der Rest seiner Familie. Ich denke, dass man in den nächsten Büchern noch mehr über ihn erfahren und auf ihn eingehen wird. Livvy ist seine Zwillingschwester, die aber die Blackthorn-Merkmale aufweist. Braune, gewellte Haare und grüne Augen. Sie würde gerne den Parabatai Bund mit ihrem Bruder schließen, dieser lehnt das aber ab. Der Jüngste, Tavvy, ist beim dunklen Krieg erst zwei Jahre alt gewesen und dementsprechend jetzt auch noch sehr klein. Trotz seinem geringen Alter ist er schon sehr klug und liefert sogar einen auschlaggebenden Hinweis in der Ermittlung.

Christina ist eine „Austauschschattenjägerin“ aus Mexiko. Sie ist mutig, aufgeschlossen und wird eine gute Freundin für Emma, während Julian weg ist. Sie hüllt ihre Vergangenheit zunächst in Nebel, doch zum Ende des Buches hin erfährt man mehr aus ihrer Perspektive und lernt einen Exfreund von ihr kennen: Den „perfekten“ Diego. Da er die Scholomance (so etwas wie die Detektivschule der Schattenjäger) besucht hatte, ist auch er in die Ermittlungen involviert.

 

Emma und Julian kennen sich seit sie denken können und haben sogar ihre eigene Sprache erfunden: Sie schreiben sich gegenseitig auf ihre Handgelenke um so mit dem jeweils anderen zu sprechen. Sie verstehen sich aber meistens auch ohne jegliche Worte. Das macht diese besondere Freundschaft meiner Meinung nach einzigartig.

Und da ist das Problem: Was ist, wenn sich die beiden ineinander verlieben? Das Parabatai-Gesetz besagt, dass romantische Liebe zwischen Parabatai untersagt ist, und den Schattenjägern bei einem Verstoß gegen diese Regel, der Ausschluss aus der Gemeinschaft der Nephilim oder noch viel Schlimmeres droht. Man erfährt aber außerdem noch zum Ende des Buches hin, dass Parabatai, die sich lieben, magische Kräfte, fast wie Hexenwesen, besitzen können. Diese Macht kann ausgenutzt und missbraucht werden, wenn sie in die falschen Hände gerät.

Emma und Julian verlieben sich ineinander.

…und das ist die Katastrophe. Wegen all den Gründen, die ich oben genannt habe, beschließt Emma zum Ende des Buches der Beziehung mit Julian ein Ende zu setzen und macht Schluss mit ihm. Danach spricht sie mit Mark, um ihn um einen Gefallen zu bitten. Er soll für sie so tun als ob die beiden ein Verhältnis hätten, dass Julian auch seinerseits die Beziehung beendet, um diese Macht nicht auszulösen. Mark sagt daraufhin etwas wie: „Warum nur so tun?“ Ich meine – hähem – Hallo?  Nichts gegen Mark, aber warum??!

 

Zu Emmas Ermittlungen: Während immer mehr Indizien zum Mord an Emmas Eltern ans Licht kommen, entdecken Emma und ihre Freunde eine Gemeinschaft von Irdischen mit dem zweiten Gesicht und Halb-Schattenweltlern, die Morde ausführen und sich damit ein glücklicheres Leben erhoffen. Denn wenn man der „glückliche“ ist, der morden darf, wird man vom Wächter, dem Anführer, belohnt. Als dann herauskam, dass Malcom Fade, der scheinbar mit den Schattenjägern befreundete Hexenmeister, dieser Wächter ist, war ich echt geschockt. Ich meine Hallo? Auf den wäre ich ja nie gekommen! Dabei mochte ich ihn eigentlich ganz gerne… Naja, wie man sich halt in Menschen – *räusper* – Hexenmeistern täuschen kann…

Malcom wurde ja (angeblich) von Emma getötet, als sie Tavvy gerettet haben, und seine Leiche wurde ins Meer gezogen. Doch irgendwie denke ich nicht, dass er wirklich schon tot ist. Ihr etwa?

 

Der Schreibstil von Cassandra Clare gefällt mir wie in allen anderen ihrer Bücher sehr gut, und ich finde ihn flüssig und leicht zu lesen. Durch die vielen Fachbegriffe aus der Welt der Schattenjäger kommt es mir schon so vor, als ob ich mir die Geschichte der Schattenjäger besser merken kann als den Stoff, den man in Geschichte in der Schule so lernt. Tja, was soll’s… 😉

 

Fazit:

Dieses Buch war großartig. Es ist eine tolle Nebenreihe zu den anderen Büchern der Schattenjäger. Emma und Julian sind sehr sympathisch und auch der Schreibstil von Cassandra Clare ist wunderbar verständlich und gut zu lesen. Deshalb (und weil ich nichts negatives finden konnte) gibt es von mir 5 Herzen.

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Ich freue mich darüber, wenn ihr mir eure Meinung zum Buch schreibt!

2016-23-8--16-06-14

 

 

 

 

 

 

 

 

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7 Gedanken zu “Rezension: Lady Midnight ~ Cassandra Clare (Lange Version mit Spoilern)

  1. Was für eine tolle Rezension! Ich stimme dir voll und ganz zu. 🙂 Bin auch sehr gespannt darauf, was mit Mark passiert – auch in Verbindung mit Christina und Kieran. Bei Malcom warte ich auch noch auf irgendeinen Haken. Das war einfach zu… einfach irgendwie? Als würde da noch etwas kommen. Aber vielleicht misstraue ich Cassandra Clare einfach nur nach all den anderen Büchern. 😀
    Ich verstehe auch nicht, weshalb sich so viele darüber aufregen, dass sie mehr Schattenjäger-Bücher schreibt… Die Welt ist gigantisch, und ich persönlich liebe es, neue Geschichten zu lesen. Vor allem liebe ich es, wenn z.B. Clary oder Tessa einfach so am Rande erwähnt werden. 😀
    Hach ja. Tolle Rezension, tolles Buch. ❤
    Alles Liebe,
    Isabella

    Gefällt 1 Person

    1. Ouw, Dankeschön! Ich freue mich gerade total über deinen Kommentar 🙂
      Ich weiß einfach nicht, wen ich mit Mark shippen soll! Christina ist so toll aber Kieran ist auf seine eigene Art irgendwie cool😅
      Als ich die Stelle gelesen habe, an der Malcom (angeblich) stirbt dachte ich nur: „Als ob der jetzt tot ist!“
      Ich finde, dass Cassandra Clare ruhig noch mehr (so 10 oder 20😉) Bücher schreiben kann, die in dieser tollen Welt spielen! Manchmal ist weniger dann doch nicht mehr.😊
      Jedes Mal, wenn Jace erwähnt bin mache ich Freudensprünge durch mein Zimmer! *Schwärm*
      Dein Blog ist sehr schön, da werde ich mich morgen mal gemütlich umschauen!☺️

      Gefällt mir

      1. Ja, das stimmt! Bei Christina ist ja natürlich auch noch Perfect Diego im Spiel… sehr schwierig das Ganze 😀
        Und da hast du absolut recht! 🙂 Ich glaube, eine (oder zwei?) Reihe kommt ja mindestens noch. Ich bin, zugegeben, nicht ganz up-to-date, aber ich glaube, sie spielt zwischen Clockwork Princess und City of Bones. Egal. Ich lese vermutlich alles von Cassandra Clare. 😀
        Vielen lieben Dank! ❤

        Gefällt 1 Person

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