Rezension: To all the boys I’ve loved before ~ Jenny Han

Rezension: To all the boys I’ve loved before ~ Jenny Han

Eine süße Geschichte für Zwischendurch.

2017-08-08-18-19-45


Worum geht’s?

Lara Jean Song bewahrt alle ihre Liebesbriefe in einer alten Hutschachtel auf. Es sind aber keine Liebesbriefe, die sie von jemandem bekommen hat. Diese Liebesbriefe hat sie geschrieben, einen an jeden Jungen, den sie jemals geliebt hat. Sie sind nur für ihre eigenen Augen bestimmt und beinhalten Dinge, die sie niemals so im wahren Leben sagen würde. Und eines Tages wurden alle Briefe abgeschickt und Lara Jean’s Liebesleben gerät außer Kontrolle.


Verlag: Hanser | ISBN: 9781473667402 | Preis: 16€ | Reihe: Band 1| Seiten: 352| hier deutschsprachige Ausgabe |


Dieses Buch habe ich im März schon einmal angefangen zu lesen, habe es damals aber wegen anfänglichen Längen wieder zurück ins Regal gestellt. Jetzt habe ich den zweiten Teil im Buchladen gesehen und habe mir noch mal einen Schubs gegeben. Und Tadaaa! Ich fand es gar nicht schlecht.

Normalerweise versuche ich nicht so sehr auf die Buchcover zu achten (weshalb ich vor einiger Zeit meine Meinung zum Cover aus den Rezensionen genommen habe). Doch bei dieser Schönheit mache ich eine Ausnahme. Erstmal ist das Cover reinste Perfektion. Was ich aber am genialsten finde, bei diesem Buch, ist das Material, aus dem der Einband gemacht ist. Es ist eine Art rauer Stoff, was es irgendwie besonders macht, das Buch in den Händen zu halten. Ich habe sowas vorher noch nie gesehen.

Die Protagonistin, Lara Jean, ist mir sympathisch. Sie ist zurückhaltend und brav, die perfekte Tochter und große (und kleine) Schwester. Sie hat einen interessanten Charakter und war ein wesentlicher Grund, warum mir der Reihenauftakt beim zweiten Anlauf nun besser gefallen hat. Was mich aber an ihr störte, war ihr teilweise naives Verhalten, das so gar nicht zu einer 16-Jährigen passt. Während mancher Gespräche kam sie mir kurzzeitig einfach vor, als wäre sie nicht um einige Jahre älter als ihre jüngere Schwester Kitty. Man könnte fast sagen, sie wirkte irgendwie kindisch durch ihre Unentschlossenheit und der Tatsache, dass sie manchmal einfach nicht wusste, was sie eigentlich wollte.

2017-15-3--17-24-25Wenn Liebe so was wie Besessenheit ist, dann sind meine Briefe für mich die Teufelsaustreibung. Meine Briefe machen mich frei. Zumindest in der Theorie. ~ Seite 8, Jenny Han

Im Buch gibt es so gesehen zwei „Love-Interests“, bei denen beide zu den fünf Auserwählten gehören, die Liebesbriefe von Lara Jean bekommen haben. Josh, ihr Nachbar und fester Freund ihrer Schwester. Und Peter, ihr Freund aus Kindheitstagen und nun der beliebteste Junge der Schule. Um Josh zu beweisen, dass sie keine Gefühle mehr für ihn hat, beginnt Lara Jean eine Scheinbeziehung mit Peter, der dadurch seine Exfreundin eifersüchtig machen möchte. Das ganze ist aber keine „Love Triangle“ wie man sie aus anderen Büchern des Genres kennt. Ich persönlich wurde mit Josh überhaupt nicht warm. Peter dagegen kam mir die ganze Zeit sehr aufmerksam vor, weshalb ich ihn um einiges mehr mochte.

Ein Aspekt, den ich einfach großartig finde, ist die Tatsache, dass hier Familienzusammenhalt eine große Rolle spielt. Durch den frühen Tod der Mutter sind die drei Schwestern füreinander in die Mutterrolle geschlüpft und stehen sich dadurch ungewöhnlich nahe. Sie erzählen sich alles, haben kaum Geheimnisse voreinander und kümmern sich liebevoll umeinander. Auch die Beziehung zu ihrem Vater und zum koreanischen Teil der Familie (mütterlicherseits) wird hier angesprochen, was meiner Meinung nach eine Besonderheit ist. Normalerweise sind ja die Eltern immer tragisch verunglückt oder „gerade nicht zu Hause“, und die Geschwister sind sowieso immer unterwegs. Nur damit man sie nicht in die Geschichte einbauen muss. Das finde ich sehr schade, weshalb ich die Familie in diesem Buch besonders gefeiert habe.

Ehrlicherweise muss man sagen, dass trotz der realen Figuren, die Jenny Han hier geschaffen hat, so einige Klischees in diesem Buch vertreten sind. Das finde ich nicht weiter schlimm, schließlich muss eine Liebesgeschichte nicht immer hundertprozentig unvorhersehbar sein. Die Nebenfiguren dagegen sind aber keineswegs Stereotypen und sind sehr authentisch dargestellt.

Info am Rande:

Ich habe gesehen, es wird eine Verfilmung des Buches/der Reihe geben!    >Hier< ist die Wikipedia-Seite davon. Was haltet ihr von der Besetzung?

Fazit:

Alles in allem ist „To all the Boys I’ve loved before“ ein amüsantes Buch, das mich dazu brachte, sofort nach beenden des ersten Teils in den Buchladen zu gehen, den zweiten Teil zu kaufen und ihn in 24 Stunden durchzulesen. Trotzdem hatte es auch einige Schwächen, weshalb ich dem Buch drei von fünf Herzen gebe.

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2016-23-8-16-06-14

 

 

 

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